In Gedenken an Mohamed Idrissi

Am 18. Juni 2020 wur­de Herr Moha­med Idris­si (54) vor sei­ner Woh­nung in Bre­men, Grö­pe­lin­gen, von Polizist*innen erschos­sen. Sein Tod ist kein tra­gi­scher Ein­zel­fall. Herr Idris­si ist einer von über 160 schwar­zen Men­schen und Peop­le of Color, die seit 1990 von der Poli­zei in Deutsch­land ermor­det wur­den. Wir sehen sei­nen Tod des­halb in Zusam­men­hang mit struk­tu­rel­lem Ras­sis­mus, Poli­zei­ge­walt, den Fol­gen von Armut und der Aus­gren­zung und Stig­ma­ti­sie­rung psy­chisch kran­ker Men­schen. Mit dem Bünd­nis Jus­ti­ce for Moha­med for­dern wir Gerech­tig­keit und kämp­fen dafür, die Umstän­de sei­nes Todes auf­zu­klä­ren und die Ver­ant­wort­li­chen zur Rechen­schaft zu ziehen. 

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Wer war Herr Idrissi

Herr Moha­med Idris­si wur­de am 13.06.1966 in Dou­ar Zao­nia, Bens­li­ma­ne in Marok­ko gebo­ren. Er hat­te sechs Schwes­tern und einen Bru­der. Sein Vater leb­te meh­re­re Jah­re in Frank­reich und erwirt­schaf­te­te dort den Lebens­un­ter­halt für die kom­plet­te Fami­lie. Sei­ne Mut­ter war Haus­frau und erzog die Kin­der. In Marok­ko ging Herr Idris­si für eini­ge Jah­re in die Schu­le und lern­te dort unter ande­rem auch die fran­zö­si­sche Spra­che. Sein ein­zi­ger Bru­der und sei­ne jüngs­te Schwes­ter ver­lie­ßen Marok­ko vor ca. 14 Jah­ren und leben heu­te in Ita­li­en. Der Kon­takt zu bei­den brach ab.

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